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Norms of Indignation - European Perspectives

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Helen Petrovsky

ZAVTRA (Tommorow)

ZAVTRA – das heißt “morgen” und ist eine Anspielung auf den russischen Ausdruck „Zavtra (byla) woina“ – „Morgen wird Krieg (gewesen) sein“.

Im Dokumentarfilm Zavtra (Tomorrow) begleitet Regisseur Andrey Gryazev die Künstlergruppe in ihrem Alltag, die sich eben diesen Namen gab: Woina – Krieg. Ihre Gründungsmitglieder nennen sich Vor (Dieb) und Koza (Ziege), sie leben im Untergrund und ziehen ihren einjährigen Sohn Kasper ohne festen Wohnsitz oder Einkommen groß. Ihre Kunstaktionen bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Kriminalität. Ihre politischen Statements lassen niemanden unberührt, sie machen empörende Aspekte der russischen Gesellschaft sichtbar und rufen selbst Empörung hervor. Mittlerweile ist es ruhig geworden um die Gruppe. Doch ist das von ihnen ersehnte bessere „morgen“ bereits eingetreten?

Der Film, der schon auf der Berlinale 63 lief, wurde in der Kulturwerkstatt Kühlhaus gezeigt. Anschließend gab es die Möglichkeit, mit Elena Petrovskaja (Moskau) über die dortige Kunst- und Protestszene zu diskutieren und zu russischer Rock- und Popmusik und Klezmer zu tanzen.

Wir danken allen Anwesenden für das Interesse und die Diskussion!

Zavtra (Tomorrow)
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